Robert Walsers Liebe zum Schnee

Karl Walser „Schnee“, Quelle: Neues Museum Biel

Der Schweizer Schriftsteller Robert Walser liebte offenbar den Winter, den Schnee, die stille, weiße Weite. Zumindest legen das seine Texte nahe. Doch die zugedeckte Winterwelt ist bei Walser wie in Franz Schuberts „Winterreise“ keine ungebrochene weiße Idylle. Robert Walsers Schneetexte erzählen von Ängsten, Sehnsüchten, vom Vergessen und vom Tod. Beitrag für SWR 2:

Ostdeutsche Identitäten 2023

Auch 2023 existiert eine Ungleichheit, ein Gefälle zwischen Ost und West, das antidemokratischen Kräften in die Karten spielt. Zwei Drittel der Ostdeutschen empfinden eine starke Verbundenheit mit Ostdeutschland. Vieldiskutierte Publikationen wie „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ von Dirk Oschmann und Katja Hoyers „Diesseits der Mauer“ wenden sich gegen eine Dämonisierung der DDR-Vergangenheit. Ein Blick auf ostdeutsche Identitäten und westdeutsche Wahrnehmungsmuster. Feature im Deutschlandfunk Kultur

Text auf Tastendruck

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DeepL, Google Translate und ChatGPT machen es möglich, Texte sekundenschnell zu übersetzen. Aber kann Künstliche Intelligenz in naher Zukunft auch literarische Werke in andere Sprachen übertragen? Wird der Beruf von Übersetzern künftig überflüssig? Oder kann die KI vielmehr als nützliches Hilfsmittel eingesetzt werden, um ihre Arbeit zu erleichtern? Und wie reagieren die Verlage auf die derzeitige Entwicklung? „Literarisches Übersetzen im Zeitalter der KI“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur

Bye, bye, Boomer!

Der Renteneintritt der Jahrgänge 1957 bis 1969 wird eine große Lücke hinterlassen. Wie reagiert die Politik auf die Abwanderung der Babyboomer aus dem Arbeitsmarkt? Was erwartet die künftigen Rentner? Die Babyboomer haben die Bundesrepublik geprägt wie kaum eine andere Generation. Sie haben die Demokratie stabil gehalten und sind historisch nie rückfällig geworden. Aber sie lebten auch gut und verbrauchten viele Ressourcen. Nun müssen sie erkennen, dass die nächstGeneration mit dem Erbe hadert. „Eine Generation geht in Rente“ – Feature im Deutschlandradio Kultur

Politische Literatur in Krisenzeiten

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Anschläge, Verschwörungstheorien, Politiker, die als handlungsarm und elitär empfunden werden – wie positionieren sich Autorinnen und Autoren in Zeiten, in denen demokratische Regeln offen infrage gestellt werden? Wird die Literatur wieder politischer? In ihren Romanen und Theaterstücken zeigen Christoph Peters, Johannes Groschupf, Juli Zeh und Simon Urban sowie  Annalena und Konstantin Küspert,  wie der Druck auf demokratische Instanzen wächst und eine Gesellschaft immer mehr die Balance verliert. „Über Brandstifter, Außenseiter und Eliten“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur

Geschichten vom Ankommen

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Geschichten vom Ankommen, vom Eigenen in der Fremde, sind mittlerweile sehr vielfältig geworden. Bücher, die Migrationserfahrungen direkt und unmittelbar schildern, stehen neben respektvollen Auseinandersetzungen mit der Elterngeneration, Schilderungen von Einwanderermilieus neben reflexiven Mutter-Tochter-Geschichten. Dass postmigrantische Literatur inzwischen sehr selbstbewusst agiert, zeigen neue Romane von Elina Penner, Usama Al Shahmani, Gün Tank und Lin Hierse. Feature im Deutschlandfunk Kultur

Debattenkultur

 

Der Bundestag lebt von leidenschaftlichen Debatten, die in der Ära Merkel fehlten. In der Bonner Republik waren Strauß und Wehner berüchtigt für ihren Furor. Berühmt wurde die Grüne Waltraud Schoppe, die offen über Sexismus und eine „fahrlässige“ Penetration im Ehebett sprach. Heute sorgt Robert Habeck mit seinem abwägenden Für und Wider für einen nachdenklichen Ton in der politischen Auseinandersetzung. Gregor Gysi hingegen spricht mit Selbstironie und Intelligenz direkt ins limbische System. „Das ist ein Anschlag auf die Demokratie – Debattenkultur im Bundestag“ Feature im Deutschlandfunk Kultur

Literaturverfilmungen

Viele Gegenwartsromane werden derzeit für Filmproduktionen adaptiert: Lucy Frickes „Töchter“, Alina Herbings „Niemand ist bei den Kälbern“. Thomas Pletzingers „Bestattung eines Hundes“ diente als Vorlage für die Sky-Serie „Funeral for a dog“. Oft arbeiten die Autorinnen und Autoren an den Drehbüchern mit und erleben, wie sich der eigene Stoff verändert, wenn er in ein anderes Medium transformiert wird. Worin unterscheidet sich das belletristische vom filmischen Erzählen, das stille eigenverantwortliche Schreiben von der Teamwork beim Filmemachen? „Der Sprung auf die große Leinwand“ Feature im Deutschlandfunk Kultur