
Das Bild des ostdeutschen Mannes ist geprägt von Vorurteilen und Zuschreibungen. Ausländerfeindlich soll er sein, reaktionär bis rechtsextrem, demokratieunfähig und gewaltbereit. Das Stereotyp vom zurückgebliebenen und für die Gesellschaft verlorenen Ostmann könnte jedoch zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Jemand, der permanent zur problematischen Figur stilisiert wird, neigt nun mal dazu, ein Problemfall zu werden. In dem Essay zeige ich, wie bestimmte Zuschreibungen entstehen und was sie bewirken. In Zeiten, in denen Rechtspopulisten bei Landtagswahlen im Osten mit absoluten Mehrheiten rechnen können, scheint es mir notwendig, genauer hinzusehen und den männlichen Teil der Bevölkerung zwischen Oder und Elbe nicht abzuschreiben, sondern in seiner Mentalität wahrzunehmen. „Der ostdeutsche Mann. Eine soziokulturelle Selbsterkundung“ – soeben erschienen im Carl-Auer Verlag








