Lektüre XI
Der irische Autor Ken Bruen lässt in seinem neuesten Kriminalroman "Jack Taylor auf dem Kreuzweg" seinen nicht gerade vom Glück gesegneten Ermittler eine ganz persönliche Straße des Leidens beschreiten. Dabei beschäftigt den Leser nicht nur die Frage, wer für den Tod eines gekreuzigten Jungen verantwortlich ist, sondern auch, ob Taylor seine lebenserhaltende Abstinenz durchhält.
Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip

Krähnack
Das Deutschandradio hat mich gebeten, ein paar Schauplätze aus "Das Kreuz von Krähnack" abzuklappern. So waren wir unterwegs in Brandenburg und Mecklenburg, kletterten über das rostige Tor eines ehemaligen Tanklagers der russischen Streitkräfte, beteten mit Mönchen und Nonnen in einem buddhistischen Kloster und begutachteten ein mecklenburgisches Dorf, in dem schon seit über sechzig Jahren schwäbisch gesprochen wird. Die Sendung der Reihe "Deutschlandrundfahrt" läuft am 10.12. um 15:05 Uhr.

- (c) Manfred Ortmann
Die Brüder Brasch
zum 10. Todestag von Thomas Brasch wird das Feature "Die Brüder Brasch - eine deutsche Geschichte", das ich 2003 fürs Deutschlandradio geschrieben habe, im Kulturradio des RBB wiederholt. Sendezeit: 16. Oktober, 14:04 - 15 Uhr.
Thomas Brasch starb am 3. November 2001 im Alter von 56 Jahren an Herzversagen. Nur wenige Monate zuvor, im Juli 2001, wurde Peter Brasch in seiner Wohnung tot aufgefunden. Thomas und Peter Brasch waren Söhne eines kommunistischen jüdischen Emigrantenpaares, das während der Nazi-Diktatur nach England emigriert war. 1976 reiste Thomas Brasch gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Katharina Thalbach in den Westen aus. Dort erschienen seine viel beachteten Erzählungen „Vor den Vätern sterben die Söhne“. Sein Bruder Peter stellte ebenfalls einen Ausreiseantrag, der jedoch abgelehnt wurde. Weggefährten, Freunde und Verwandte wie die Schauspielerin Katharina Thalbach, die Schwester Marion Brasch und der Schriftsteller Bert Papenfuß erzählen von Peter und Thomas Brasch, von ihrem politischen Engagement, von ihren Hoffnungen und Enttäuschungen - von ihrem Leben, das so eng verknüpft war mit der deutschen Geschichte.

... ist der Titel eines Features, das ich zusammen mit Carsten Würmann für den SWR geschrieben habe. Es geht um nicht weniger als den „Stoff, aus dem man Bücher macht“. Schriftsteller borgen und entlehnen, wo immer sie etwas bekommen können. Gelegentlich mit Folgen: Die Jungautorin Helene Hegemann hat aus den Erfahrungen des Bloggers Airen einen Roman gemacht und musste sich nicht nur mit Plagiatsvorwürfen auseinandersetzen, sondern auch dafür rechtfertigen, das Leben eines anderen zu einem vermeintlich eigenen gemacht zu haben. In dem Feature wird erzählt, wie Schriftsteller sich fremde Erfahrungen aneignen und welche Konsequenzen das für sie haben kann. Airen, Nora Bossong, Michael Ebmeyer, Thomas Pletzinger und Moritz von Uslar haben uns Einblicke in ihre Schriftstellerwerkstätten gegeben. Außerdem besuchten wir das Deutsche Literaturinstitut in Leipzig und sprachen dort mit Studenten und der Dozentin Sabine Scholl. Sendetermin: 20. September, 22:05 Uhr, SWR 2. Danach wird die Sendung eine Woche lang hier zu hören sein.

Streetwise
Mick Fitzgerald, der mit seiner Story „Der Kreislauf des Geldes“ einen schönen Schlussakkord für die Rock’n’Crime-Stories geliefert hat, ist nicht nur ein wunderbarer Geschichtenerzähler, sondern auch Schauspieler und ein großartiger Singer/Songwriter. Von Letzterem kann man sich auf seiner neuen CD „Streetwise“ überzeugen. 13 Songs, die er gemeinsam mit dem Bacha Trio eingespielt hat. Darin geht es u.a. um Martha, den Stolz von Inchicore, den letzten eisenharten Pub-Balladensänger und eine Uhr, unter der sich in Dublin die Liebenden treffen. In dem Song „Fly“ (hier hörbar) kündigt ein mythischer Ballon am Neujahrsabend des Jahres 1800 ein neues Zeitalter an: "Can you imagine a poor man milking his cows in the middle of nowhere at the start of the 19th century an seeing a large balloon with people in it passing overhead in a clean sky? He would have told nobody and never drank again." (Mick Fitzgerald)
Das Album kann man hier bestellen. Oder einfach per Mail: kasnaujo@gmx.de.

Lektüre X
Als "Erdenwunder schönstes" pries der Dichter Peter Hacks die Mauer. Andere finden weniger euphorische Worte für das Bauwerk, das am 13. August seinen 50. hätte, wenn es nicht seit über zwei Jahrzehnten nur noch als Staub der Geschichte, Straßenschotter oder als Idee in einigen Köpfen existieren würde. Natürlich erscheinen auch Bücher dazu.
Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip
Am 01.04. hat mich Fabian Elsäßer im Deutschlandfunk ("Corso - Kultur nach 3") zu den Rock'n'Crime-Stories interviewt.

He shot me down
Am 15. Februar erschien bei Rotbuch eine von mir herausgegebene Anthologie mit "Rock'n'Crime Stories".
Wunderbare Autoren, die sehr schöne Geschichten über Rockmusik und Verbrechen für diese Sammlung geschrieben haben.
Mit dabei sind Rob Alef, Ingvar Ambjørnsen, Friedrich Ani, Franz Dobler, Michael Ebmeyer, Lucie Flebbe, Mick Fitzgerald, Ralph Gerstenberg, Frank Göhre, Michael Herzig, Andreas Niedermann, Matthias Penzel, André Pilz, Stephan Pörtner, Marion Schwarzwälder, Ambros Waibel
Ein paar Termine gibt es auch schon:
24.02. Buchpremiere mit Michael Ebmeyer und Matthias Penzel, Musik: Acapulco Radio, 20 Uhr, Milchbar, Berlin
18.03. Buchmesselesung und Rotbuch-Party mit Friedrich Ani und Ralph Gerstenberg, Musik: Max Power, 21 Uhr, Flowerpower, Leipzig
20.04. Lesung mit Andreas Niedermann und Ralph Gerstenberg, Musik: The Literats, Special Guests: Puch Cobra, Rote Bar / Volkstheater Wien
22.04. Lesung mit Marion Schwarzwälder und Ralph Gerstenberg, Musik: Almost Charlie, 22 Uhr Kaffee Burger, Berlin
07.05. Lesung micht Stephan Pörtner und Michael Herzig, Musik: The Goodbye Johnnys, 20 Uhr Marsbar, Neufrankengasse 15, Zürich
08.05. Lesung mit Rob Alef und Ralph Gerstenberg, 11:30 Uhr, Vogtland Kartonagen, Buchenstraße 9, Reichenbach (Vogtland)
14.05. Lesung mit Ambros Waibel und Ralph Gerstenberg bei der 13. langen Buchnacht, Musik: Sedlmeir, ca. 20:30 Uhr SO 36, Berlin
31.05. Lesung mit Michael Ebmeyer und Ralph Gerstenberg, Krimibuchhandlung totsicher, Berlin
14.06. Lesung mit Ingvar Ambjørnsen und Kersten Flenter, 20 Uhr, Hafenbahnhof, Große Elbstraße 276, Hamburg
30.06. Lesung mit Stephan Pörtner und Michael Herzig, Musik: The Goodbye Johnnys, 20 Uhr Café Kairo, Dammweg 43, Bern

Lektüre IX
Als "kranke alte Schildkröte" präsentiert sich Michel Houellebecq in seinem neuen Roman "Karte und Gebiet" und beerdigt sich im Kindersarg auf Montparnasse gleich lustvoll selbst.
Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip
Lektüre VIII
"Tschick" von Wolfgang Herrndorf ist eine mitteldeutsche Road-Novel mit minderjährigen Niva-Fahrern, die bei der diesjährigen Leipziger Buchmesse möglicherweise das Rennen macht.
Lektüre VII
Sex, Liebe und Tod - auch Helmut Kraussers neuer Roman "Die letzten schönen Tage" handelt von den wesentlichen Dingen des Lebens.
Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip

West-Berlin
Zwanzig Jahre nach der Vereinigung erinnere ich in einem Feature für das Deutschlandradio Kultur an das alte Westberlin, die Mauerstadt, Fluchtpunkt für Wehrpflichtige und nahrhafter Boden für Subkulturen. Autoren wie Sven Regener, Michael Wildenhain, Emine Sevgi Özdamar, Johannes Groschupf oder Katja Lange-Müller vermitteln in ihren Büchern etwas vom Westberliner Lebensgefühl der siebziger und achtziger Jahre, als die Kneipen noch verraucht, viele Häuser besetzt und Punk und New Wave aus den Lautsprechern von Tanztempeln wie dem Schöneberger Dschungel dröhnten. West-Berlin erscheint darin als eine Teilstadt mit vielen, durch die Weltpolitik bedingten Ausnahmefällen, in der sich Künstler, Musiker und Schriftsteller tummelten, die glitzerte und glänzte, und doch eng war wie ein Dorf. Am 3. Oktober 1990 verschwand diese Enklave zwischen den Fronten. Heute ist sie ein Ort in den Erinnerungen, die zu Literatur werden.
"Berlin (West) - literarische Erinnerungen an einen verschwundenen Ort", Deutschlandradio Kultur, 03.10. 00:05 Uhr

Lektüre VI
"Rabenliebe" heißt das zurecht doppelt bebachmannpreiste und zuunrecht nur sechsundzwanzigst spiegelbestsellerlistenplatzierte Buch von Peter Wawerzinek, den ich an einem der wärmeren Tage dieses Jahres im Friedrichshain für ein Tip-Porträt treffen durfte.

Krimi in der DDR
"Mord unter Genossen - der Krimi in der DDR" heißt ein Feature, das ich gemeinsam mit Carsten Würmann für den Deutschlandfunk geschrieben habe. Darin kommen ehemalige DDR-Krimiautoren wie Jan Eik und Hartmut Mechtel ebenso zu Wort wie der Regisseur Bernd Böhlich, der Filme für DDR-Fernsehserien wie "Polizeiruf 110" und "Der Staatsanwalt hat das Wort" gedreht hat. Ebenfalls im O-Ton: Gabriele Reinhold, Lektorin der legendären DIE-Reihe, in der Gegenwartskrimis in 100 000er Erstauflage erschienen sind, die dennoch immer vergriffen waren. Sendetermin: 16. Februar um 19:15 Uhr.
Pressetext des Deutschlandfunks
Lektüre V
Auf knapp 800 Seiten erzählt James Ellroy in "Blut will fließen", dem letzten Teil seiner Underworld-Trilogie, von den Leichen im Keller von Uncle Sam und wird dem Titel seines Buches dabei mehr als gerecht.
Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip
Lektüre IV
Auf knapp 500 Seiten erzählt Ulli Lust in ihrem Comic "Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" die autobiografische Geschichte einer Italienreise in den frühen Achtzigern, die für zwei Punkermädchen zum Selbsterfahrungstrip wird.
Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip


Pop'n'Crime - Ralph Gerstenberg meets Almost Charlie
... lautet das Motto für eine Lesung aus "Feuer im Aquarium", die am 21. Dezember im Kaffee Burger stattfindet. Dirk Homuth wird mit seiner Band Almost Charlie dazu den passenden Soundtrack liefern. Los geht's um 21 Uhr.
Termine
"Feuer im Aquarium" erscheint am 6. Oktober im Grafit Verlag. Erste Lesungstermine in Berlin gibt es auch schon: am 20. Oktober um 20 Uhr in der Krimibuchhandlung totsicher und am 27. November um 20 Uhr 30 im Buchhändlerkeller.

- Copyright Bewegung Nurr
Bürgergeld
Die FDP hat in den Koalitionsverhandlungen den Begriff "Bürgergeld" benutzt, um Einsparungen bei den Hartz-IV-Bezügen als liberale Erneuerung der Sozialsysteme zu verkaufen. Die Idee eines Bürgergeldes bezieht sich auf ein bedingungsloses Grundeinkommen, das jedem Bürger ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen soll, während die FDP davon spricht, "bei Ablehnung einer zumutbaren Arbeit" Transferleistungen zu kürzen. Deshalb hier nochmal das Kurzfeature "Bürgergeld", das ich für den RBB-Hörstückwettbewerb "Innovationen" produziert habe.
Lektüre III
"Slumberland" von Paul Beatty, "Liebestänze" von Rainer Schmidt und "Unter diesem Einfluss" von Henning Kober – drei Romane über Sounds und die Suche nach Identität von 1989 bis heute
Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip
Lektüre II
"Kap der Finsternis" heißt ein harter, realitätsnaher Kriminalroman von Roger Smith. Handlungsort ist das heutige Kapstadt. Dunkle Wolken hängen nicht nur über den Townships ...
Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip
Lektüre I
In der Rubrik "Lektüre" werden künftig Artikel verlinkt, in denen Bücher gelobt oder getadelt werden - so wie sie es eben verdienen. Beginnen möchte ich mit einem absoluten Lesetipp, dem halbautobiografischen und ganz und gar charmanten Roman von Rayk Wieland "Ich schlage vor, dass wir uns küssen", den ich für die Berliner Zeitung besprochen habe.
Rayk Wieland weilt zur Zeit übrigens in Shanghai und führt von dort aus ein amüsantes und ebenfalls sehr lesenswertes Reiseklagebuch mit dem schönen Titel "Geschanghait in Schanghai - Reisen wider Willen".

... haben mich eingeladen, auf ihrer allwöchentlichen Lesebühne im schönen Wedding ein paar Songs zu Gehör zu bringen. Zu meiner großen Freude wird auch Dirk Homuth von Almost Charlie mit von der Partie sein.
Wo und wann?
Im La Luz in den Osramhöfen, Oudenarder Str. 16, 10. September, 20 Uhr 30.
Wochen später: Das Beweisvideo!

Dicht bei der Unterschicht
... ist der Titel eines neuen Songs, den ich gemeinsam mit Dirk Homuth von Almost Charlie in seinem mit allerlei Instrumentarium ausgestatten Heimstudio aufgenommen habe. "Männerkennerin" heißt ein anderer, für den Dirk neben Ukulele und Bass auch ein wunderschönes altes Harmophon bedient hat. Nachzuhören sind die Stücke auf meiner Myspace-Seite.

Mauerfall
Gut drei Monate ist es alt, das Jubiläumsjahr zum Mauerfall. Und schon hat man genug davon. Dabei sollte man nicht vergessen, dass ein paar sehr schöne Bücher erschienen sind, die durchaus neue Sichtweisen auf die damaligen Ereignisse offenbaren - zum Beispiel Rayk Wielands "Ich schlage vor, dass wir uns küssen" oder Julia Schochs "Mit der Geschwindigkeit des Sommers". Differenziertere Erzählweisen treten an die Stelle von Schuldzuweisungen und Täter-Opfer-Schablonen. Eine Auswahl lesenswerter belletristischer Neuerscheinungen zu diesem Thema stelle ich in einem Feature vor, das in der Nacht vom 18. zum 19. April gegen Mitternacht im Deutschlandradio Kultur zu hören sein wird.

Krimi im Dritten Reich
Das Feature "Zwischen Unterhaltung und Propaganda - Der Krimi im Dritten Reich", das ich gemeinsam mit Carsten Würmann für den Deutschlandfunk geschrieben habe, wird zweimal bei Radio Bremen - Nordwestradio wiederholt (Sonntag 8. März 2009, 9:05 Uhr und Mittwoch 11. März 2009, 19:05) Aus dem Pressetext:
"Perfekte Blüten, Morde, Autobahnräuber, gestohlene Kunstwerke, internationale Schmugglerbanden: Es gibt kaum ein Verbrechen, mit dem die deutsche Polizei im Krimi des Dritten Reiches nicht zu tun hatte. Doch kein Volksgenosse musste um die allgemeine Sicherheit fürchten: In diesen Krimis ermittelt eine erfolgreiche Kriminalpolizei kollegial im Team, mit modernster Technik, untrüglichem Instinkt und scharfem Verstand. Die meisten Väter und Großväter unserer heutigen Ermittler wirken irritierend vertraut. Die Kommissare lösen ihre Fälle mit Umsicht und Routine, ganz so wie unsere heutigen Serienhelden. Das Feature beschreibt, wie das Genre in der NS-Zeit funktionierte: Zur Unterhaltung und mit Propagandaauftrag und nur ganz selten subversiv erzählte der Krimi in Hunderten von Titeln in Millionenauflage, in Filmen und Hörspielen davon, wie Täter im Unrechtsstaat ihre gerechte Strafe erhielten.

Wittenberge
Die Bad Wilsnacker Straße im Süden der Stadt fährt durch das ehemalige Industriegebiet. Zwischen dem geschlossenen Ölwerk und der ehemaligen Nähmaschinenfabrik steht eine unbewohnte Backsteinvilla, deren Fenster teilweise offen stehen und auf die stillgelegte Industrielandschaft am Elbufer starren. An der Eingangstür des Hauses hängt ein handgeschriebenes Schild mit der Aufschrift »Wohnung zu vermieten«. Was wie ein Witz klingt, ist durchaus ernst gemeint. Obwohl die beiden unteren Etagen ungeschützt Witterung und Verfall ausgesetzt sind, ist das Dachgeschoss des Hauses modern saniert und ausgebaut worden. Jetzt wartet es auf einen Mieter ...
Mehr über das Leben und überleben in der schrumpfenden Industriestadt Wittenberge am 15. 08. 2008 um 19 Uhr 15 in einem Feature im Deutschlandfunk.

Sitzgefühle
... heißt eine Hörstückreihe, die in der Woche vom 14. bis zum 18.04.08 jeweils um 14 Uhr 10 im RBB-Kulturradio läuft. Für fünf Kurzfeatures habe ich Berliner Taxifahrer, Arbeitslosengeld-2-Empfänger, Parlamentarier, Nachtschwärmer, eine Sekretärin, den Chef einer Werbeagentur sowie Hajo Eickhoff, Kulturwissenschaftler, Philosoph und Autor des Buches "Himmelsthron und Schaukelstuhl - Die Geschichte des Sitzens" interviewt. Worum's geht, verrät der Pressetext:
»Sitzhaltungen und die Art der Sitzgelegenheit sagen etwas über die Position eines Menschen in der Gesellschaft aus, über seine Absichten, über Ansehen und Abhängigkeiten. Der Thron betonte die hohe Position eines Herrschers und wurde zum Sinnbild der Macht. Sitzbänke und Hocker dienten neben der Funktion als Sitzmöbel der Unterordnung, sie waren unbequem wie das Leben, das deren Benutzer führten. Aber wie ist es heute, in einer Demokratie und Dienstleistungsgesellschaft? Wie sitzt es sich auf einem Chefsessel, einem Barhocker, im Parlament, im Jobcenter oder im Taxi? In fünf Hörstücken erkundet Ralph Gerstenberg gegenwärtige Sitzgefühle.«
Hörbeispiele: Im Parlament und Auf dem Barhocker









