Literatur und Klimawandel

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Brennende Dschungel, Artensterben, steigende Meeresspiegel – die Folgen des Klimawandels sind ebenso unübersehbar wie die Halbherzigkeiten der Politik. Längst reagiert auch die Literatur auf die wohl größte Herausforderung der Zukunft. Autorinnen und Autoren entwerfen realistische  Dystopien, schreiben Naturgedichte angesichts schmelzender Eismassen und geben der Generation eine Stimme, die protestierend auf die Straße geht. Ein Streifzug durch literarische Neuerscheinungen über die menschengemachten Veränderungen des Weltklimas im prognostizierten Rekordsommer 2020. „Geschichten über die Zerstörung der Natur“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur

Antisemitismus heute

Nicht erst seit dem Anschlag von Halle wächst die Sorge jüdischer Menschen in Deutschland. In rechten Netzwerken wird immer hemmungsloser zur Vernichtung von Juden aufgerufen. In der Öffentlichkeit diskutiert man darüber, wie sicher Menschen, die jüdische Symbole tragen, noch auf der Straße sind. Eltern und Lehrer berichten, dass sich die Formulierung „Du Jude!“ inzwischen als Beleidigung auf Schulhöfen etabliert hat. 44 Prozent der in Europa lebenden Juden hätten laut einer Studie vom Dezember 2018 bereits darüber nachgedacht, den Kontinent zu verlassen. „Das schleichende Gift – Antisemitismus in Deutschland“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur

Sitzgefühle

Wie sitzt es sich auf einem Nagelbrett? Oder im Jobcenter? Im Bundestag? Wie hört sich Musik an, die im Sitzen gespielt wird? Und warum sind die Lehnen von Chefsesseln so hoch? Fragen, die in dem SWR-2-Feature „Nehmen Sie Platz – Erkundungen über das Sitzen“ beantwortet werden.

Alte Tante BRD

Auffällig oft kehren Autorinnen und Autoren derzeit zurück an die Orte ihrer Herkunft irgendwo zwischen Friedrichshafen und Flensburg. Manchmal ein wenig wehmütig, selten nostalgisch, niemals sentimental. Es geht ihnen darum, herauszufinden, was sie geprägt hat in der alten BRD, die inzwischen ebenso verschwunden ist wie die DDR. „Damals hinterm Mond – literarische Innenansichten der alten Bundesrepublik“ Feature im Deutschlandfunk Kultur

Berliner Mauer

Auch das Mauer-Feature kann man sich nun in der Argon-Reihe „Zurückgespult“ kostenlos anhören.

Expertensache

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Experten sind oft dann gefragt, wenn Politiker Argumentationsstützen benötigen. Weniger geschätzt wird ihre Meinung von Leuten, deren politische Agenda sie mit ihren Analysen infrage stellen. Für den Schweizer Historiker Caspar Hirschi sind die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten sowie der Sieg des „Leave“-Lagers beim Brexit-Referendum Indizien dafür, dass der Traum von einer Wissensgesellschaft  wohl vorerst ausgeträumt ist.  „Wissenschaftler als Politikberater. Die Rolle des Experten im postfaktischen Zeitalter“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur

Streit um Stella

Dass man Peter Wydens Buch über Stella Goldschlag für einen Roman gehalten hat, liegt möglicherweise an der Anschaulichkeit seiner Sprache und an der Empathie, mit der er Schicksale und Personen beschreibt. Was leistet Takis Würgers Roman „Stella“ hingegen, der sich auf Wydens Buch als Quelle beruft? Wie eindringlich bringt er uns Figuren in ihren Konflikten näher? Gar nicht, heißt es fast einhellig im Feuilleton. Der unterkomplexe Umgang Würgers mit dem historischen Stoff wirft jedoch Fragen auf: Gibt es ästhetische und ethische Anforderungen bei der Auseinandersetzung mit dem Holocaust? Was ist „Holo-Kitsch“, „Second-Hand-Shoah-Literatur“? „Die Schwierigkeiten beim Schreiben über die Shoah“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur

Freud frei

Der ganze Freud jetzt ganz umsonst – nachzuhören in der Argon-Reihe mit dem schön analog anmutenden Titel: Zurückgespult.

Geschenkt

Ein Tangentialplattenspielen, eine Louis-Armstrong-LP und ein Mantel – Sachen, die ich geschenkt bekommen habe. Warum die Gabe der Kitt des Sozialen schlechthin ist, warum Dinge, die früher als Sperrmüll entsorgt wurden, heute als „zu verschenken“ auf Ebay-Kleinanzeigen inseriert werden, und warum eine Schenkökonomie gar für ein anderes Zusammenleben von Bedeutung sein könnte, darüber gibt es nun ein Feature im SWR: „Ohne Gegenleistung? Die Kultur des Verschenkens“.

Kluft zwischen Arm und Reich

Wie hilft man denen, denen es schlecht geht in einer Welt, die besser wird? Mit dieser Frage tun sich Politiker derzeit schwer. Nicht umsonst bemühte sich Martin Schulz 2017 vergeblich, seinen Slogan „Zeit für mehr Gerechtigkeit“ mit Inhalten zu füllen. Wer sagt, er wolle mehr Gerechtigkeit, muss auch sagen, für wen – und vor allem, wem er dafür etwas nehmen will. Gerechtigkeitsfragen sind Verteilungsfragen. Mehr Gerechtigkeit für alle wird es nicht geben. „Der Wunsch nach einem gerechteren Deutschland“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur