Die Sprache der Politik

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Reden, ohne etwas zu sagen – kaum eine Berufsgruppe hat das so perfektioniert wie unsere Politiker. Oder etwas so auszudrücken, dass es nicht verstanden wird – beziehungsweise nicht verstanden werden kann oder soll. Steckt dahinter vielleicht ein System? Soll das Wahlvolk mit Phrasen weichgekocht und manipuliert werden? Gibt es nur noch bräsiges Ausbreiten auf Allgemeinplätzen und Trumpsche Twitterattacken? „Worthülsen und Sprechblasen“ – Feature im Deutschlandfunk Kultur

Holocaust is over?

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In den letzten Jahren erscheinen immer häufiger Bücher der so genannten dritten Generation nach dem Holocaust – autobiografisch gefärbte Romane und Erfahrungsberichte von Autoren und Autorinnen wie Mirna Funk, Channah Trzebiner, Yascha Mounk oder Dimitrij Kapitelman. In den achtziger Jahren geboren, wuchsen sie in einer Gesellschaft auf, in der das Jüdischsein angeblich kein Thema mehr war. „Holocaust is over” hieß es – doch stellten sie fest, dass die Gesellschaft noch immer auf ihre jüdischen Wurzeln reagiert: mit Festschreibungen, Ausgrenzungen, Vereinnahmungen. Wie verhalten sie sich dazu? Was bedeutet es für sie, jüdisch zu sein? Wie sehr beschäftigt sie das Schicksal ihrer Großeltern? Und letztlich: Was für Geschichten haben sie zu erzählen? Feature im Deutschlandfunk Kultur

Krähnack

Jetzt auch wieder erhältlich: „Das Kreuz von Krähnack“! Ist nun ein „Berlin-Brandenburg-Krimi“ geworden. Obwohl es ja eigentlich die Geschichte eines Berliners (Oeser) im Brandenburgischen ist. Erschienen ist es in dem Verlag, der früher die Postkarten gedruckt hat, die ich z.B. aus Brandenburg nach Berlin geschickt habe. Also stimmt schon irgendwie …

Lektüre XVI

„Strogany und die Vermissten“ heißt der 1941/42 veröffentliche Kriminalroman von Adam Kuckhoff und Peter Tarin alias Edwin Tietjens. Beide waren Mitglieder des antifaschistischen Untergrundnetzwerkes Rote Kapelle und haben, unbemerkt von den NS-Zensurbehören, regimkritische Passagen in ihren Krimi geschmuggelt. Eine längst überfällige Wiederentdeckung!

Rezension in der Jungle World

Terrorismus in der Literatur

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Die Terroranschläge in Paris, Istanbul, Brüssel und anderswo haben die westliche Welt tief erschüttert. Wie reagiert die Literatur auf die Bedrohung durch gewaltbereite Islamisten? Wie denkt ein Mensch, der bereit ist, für seine Überzeugungen zu töten und zu sterben? Und wie erschütterbar sind unsere moralischen Grundwerte? „Ein Bömbchen hätten sie alle verdient“ – Terrorismus in der Literatur“ heißt ein Feature, das am 10. Juni 2016 um 19:30 Uhr im Deutschlandradio Kultur läuft – u.a. mit Romanen von Zoë Beck, Christoph Peters und Sherko Fatah.

Hart am Rand

Neues Altes von Herrn P.: Das neue Jahrtausend hat begonnen, Henry Palmer lebt in der „neuen Mitte“ Berlins und hat einen Job als Locationscout angenommen. Zudem wird sein alter Freund Theo aus dem Knast entlassen. Alle Zeichen stehen also auf Neubeginn. Doch der Ärger lässt nicht lange auf sich warten: Theos Vater verschwindet, Henry verliebt sich in eine Prostituierte, lernt einen skurrilen Waffenhändler kennen und landet mitten in einer Lokalfehde zwischen Kneipenwirten und “Tresengangstern” …
Mit der Neuveröffentlichung von „Hart am Rand“ ist die Henry-Palmer-Trilogie nun wieder komplett lieferbar.

Berlin Crime

Berlin sei ein schwieriges Pflaster, hört man Krimi-Verleger immer mal wieder maulen. Krimihauptstadt – Fehlanzeige. Möglicherweise liegt das daran, dass Berliner Krimileser nicht wie Eifelbewohner oder Münsteraner ganz aus dem Häuschen sind, wenn ihre Gegend mal in einem Roman vorkommt. Der Berliner ist daran gewöhnt, seine Stadt in Filmen und Büchern wiederzufinden. Dennoch gibt es sehr schöne Beispiele dafür, wie es Autoren gelang, Berlin krimitauglich in Szene zu setzen. Titelgeschichte im Stadtmagazin Tip.

Selfpublishing

Der Verlag von morgen sei der Selbstverlag, verkündete ausgerechnet der neue Hanser-Verleger Jo Lendle. In der digitalen Welt sei „jeder Autor sein eigener Lektor, Setzer, Gestalter, Booker, Marketingchef … In die Läden kommt man nun ohne jede Hürde. Nur heißen sie inzwischen Plattformen.“ Das unterscheidet heutige Selfpublisher von den Selbst- oder Autorenverlagen alter Schule, die mit ihren Produkten von den klassischen Verlagen als Konkurrenz kaum wahrgenommen wurden. Im Zeitalter von Kindle und iPad ist es durchaus möglich, mit einem selbst verlegten Buch ein breites Publikum zu erreichen. In den USA stammt bereits ein Drittel aller Titel, die Amazon als E-Book verkauft, von Selfpublishern. Die traditionellen Verlage beobachten den Markt nicht nur, einige haben eigene Selfpublishing-Plattformen gegründet. Das Feature „Selfpublishing – Kein Verlag? Do it yourself!“ läuft am 23.10.2015 um 19:30 Uhr im Deutschlandradio Kultur.

Palmer № 2

Mit „Ganzheitlich sterben“ ist nun auch der zweite Teil der Henry-Palmer-Trilogie bei ebooknews press erschienen. Ein Krimi aus einer Zeit, in der noch mit D-Mark bezahlt wurde und am Friedrichshain Wagenburgler statt Townhäusler residierten. Berlin Ende der Neunziger. Und Henry Palmer, der „zu jener stetig wachsenden Randgruppe“ gehört, „an der weder Speditionsunternehmen, noch Hausratsversicherer große Freude“ haben, ist mittendrin: im Wandel, im Schlamassel, im Geschehen. Immer noch spannend. Hoffentlich. Und lustig. Irgendwie. Auf jeden Fall: ganzheitlich!

Mit Henry Palmer in die 90er

„Grimm und Lachmund“, der 1998 zuerst erschienene Beginn der Henry-Palmer-Trilogie, erlebt nun eine erfreuliche Neuauflage bei ebooknews-press – als Taschenbuch und erstmals auch als E-Book. Verleger Ansgar Warner hat dafür extra die Edition ©opy©at©rime ins Leben gerufen, in der in Kürze auch die beiden Folgebände „Ganzheitlich sterben“ sowie „Hart am Rand“ erscheinen werden. Das Wiederlesen der Henry-Palmer-Trilogie war wie eine Zeitreise in die neunziger Jahre. Eine Atmosphäre des Umbruchs, in der etwas noch vorhanden, aber schon im Verschwinden begriffen ist. Auf e-book-news.de gibt es eine schöne Ankündigung mit Video und Interview zur Neuedition von „Grimm und Lachmund“ und der gesamten Henry-Palmer-Trilogie.

© 2017 Ralph Gerstenberg

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